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Wir wissen viel über Aids. Warum täuschen wir uns trotzdem?






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Christian Bachmann

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Weil Aids eine Krankheit ist, wie es sie nie zuvor gab.

Die schönen Seiten des Lebens sind leider oft mit Risiken verbunden. Eines davon trägt vier bekannte Buchstaben: AIDS. Statistiken zeigen, dass die Zahlen der neu Angesteckten, der Erkrankten und der Toten sich weiterhin jedes Jahr verdoppeln (siehe Seite ...). Je nach Temperament und momentaner Stimmung lässt sich dies ganz unterschiedlich kommentieren: «Erschreckend, wie rasant die Ausbreitung zunimmt» oder «Na ja, an Verkehrsunfällen sterben doch viel mehr Menschen, soll ich mich etwa deswegen nicht mehr auf die Strasse wagen?»

Doch aufgepasst! Risikovergleiche zwischen Aids und anderen Gefahren sind fast ebenso tückisch wie das Aids-Virus selbst. Sie täuschen sogar intelligente Menschen. Denn Aids ist eine ganz neue Art von Risiko, vor rund zehn Jahren erstmals in der Geschichte der Menschheit bekanntgeworden. Die meisten haben davon gehört. Viele wissen einiges darüber. Doch die wenigsten kommen so ohne weiteres damit zurecht.

Aids ist eine Krankheit, wie es sie nie zuvor gab. Sie ist ansteckend, unheilbar und tödlich. Wer infiziert ist, fühlt sich meistens noch jahrelang gesund, kann aber die Infektion unbemerkt an seine Partner weitergeben. Aids greift ausgerechnet das Abwehrsystem an, mit dem sich der Körper gegen Infektionen schützt. Aids holt man sich meistens bei sexuellen Kontakten - in Situationen also, die von spontanen Gefühlen bestimmt sind, oft belastet mit Tabus, über die man lieber nicht spricht.

Das alles ist seit Jahren bekannt. Auch über den Krankheitserreger wissen Forscher inzwischen recht gut Bescheid. Die Forschung macht allerdings gerade dort, wo es am nötigsten wäre, kaum Fortschritte: Ein Heilmittel oder eine Impfung gegen Aids ist nach wie vor nicht in Sicht.

Aids ist also lebensgefährlich. Doch die Statistiken zeigen leider nicht, wie bedrohlich die Lage inzwischen geworden ist. Hinter den bekannten Zahlen verstecken sich nämlich Dunkelziffern, die um ein Mehrfaches grösser sind. «Ach ja, wenn man es nicht so genau weiss, ist es vielleicht gar nicht so schlimm,» mögen sich all jene trösten, die genug haben von all den Hiobsbotschaften über Aids. Leider ist es ein falscher Trost. Denn die Ausbreitungskurve folgte bisher exakt den mathematischen Vorhersagen. Daraus lässt sich die Dunkelziffer berechnen. Bleibt also zu befürchten, dass diese Berechnungen stimmen. Sie sagen, dass die Zahl der Infizierten etwa hundertmal grösser ist als die der Aids-Patienten.

Die meisten Aids-Infizierten wissen nicht, dass sie sich angesteckt haben und mit jedem ungeschützten Sexualkontakt andere anstecken können, die dann ebensowenig von ihrer Ansteckung wissen und die Infektion weitergeben, und so fort...

Was sich hier abspielt, ist ein Schneeballeffekt ganz im Verborgenen. Würden die rund hunderttausend Aids-Infizierten, die es anfangs 1990 in der Schweiz gab, innerhalb einer Woche erkranken, dann wäre dies eine landesweite Katastrophe. In etwa zehn Jahren wird es eine Katastrophe sein.

Jeder Mensch sollte sich also ab sofort (oder weiterhin) konsequent vor Aids schützen. Dafür ist es nie zu spät. Diese Broschüre handelt von wirksamen Schutzmassnahmen. Sie können das eigene Leben retten, ebenso das Leben von Geschlechtspartnern. Sie sind die einzige Chance gegen eine weitere lawinenartige Ausbreitung von Aids.

© Christian Bachmann

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