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Können wir etwas gegen die weitere Ausbreitung von Aids unternehmen?






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Christian Bachmann

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Ja. Indem wir unser Verhalten ändern.

In den Vereinigten Staaten stellten Ärzte 1981 eine bisher unbekannte Krankheit fest. Später einigte man sich, diese Krankheit «Acquired Immune Deficiency Syndrome» zu nennen, kurz Aids. Aids hat sich über alle Länder und in allen Völkern der Erde ausgebreitet: in Afrika, in Nord- und Südamerika, in Europa, Asien und Australien. Französische und amerikanische Forscher entdeckten 1983/84 das Virus (HIV), das die Krankheit Aids verursacht.

Anfangs der achtziger Jahre verdoppelte sich jährlich die Zahl der Menschen, die weltweit an Aids erkrankten. Auch in der Schweiz nahmen die Aidserkrankungen dramatisch zu. Dies hat zwei Gründe. Zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch verstreichen meistens Jahre. Andererseits dauerte es einige Zeit, bis die Ansteckungswege bekannt waren und man Schutzmassnahmen empfehlen konnte. Menschen, die heute erkranken, haben sich schon vor Jahren angesteckt, als man über Aids noch nichts wusste. Trotz intensiver Aufklärung stecken sich noch immer Menschen neu mit HIV an, weil sie sich nicht schützen. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, müssen wir alle unser Verhalten ändern.

Schutzmassnahmen sind wirksam.

Zu den ersten, die von Aids betroffen waren, gehörten homosexuelle Männer. Bei ihnen verbreitet sich HIV heute eindeutig weniger schnell als noch vor einigen Jahren. Die homosexuellen Männer haben die Gefahr erkannt und sich mit risikoarmem Sexualverhalten (Safer Sex), zum Beispiel mit Präservativen, geschützt. Das Beispiel der Homosexuellen zeigt, dass dieser Schutz wirksam und eine Verhaltensänderung möglich ist.

Heute kann die ganze Bevölkerung, wenn auch in unterschiedlicher Weise, von Aids betroffen sein: Jugendliche und Erwachsene, Männer und Frauen, Menschen aller Einkommensklassen und sozialer Verhältnisse müssen mit dem Ansteckungsrisiko leben und ihr Verhalten anpassen. Doch gegenüber früher Betroffenen haben wir einen entscheidenden Vorteil: Wir wissen, wie wir uns schützen können. Dieses Wissen gilt es zu nutzen, indem wir in allen Situationen, die mit einem Ansteckungsrisiko verbunden sind, unser Verhalten konsequent ändern.

Immer häufiger wird es geschehen, dass Menschen in unserem Bekannten- und Freundeskreis HIV-positiv sind oder an Aids erkranken. Diese Menschen brauchen unsere Solidarität. Sie brauchen unser Verständnis und unsere aktive Hilfe.

© Christian Bachmann

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