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Was bedeutet eine neue Partnerin, ein neuer Partner?






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Christian Bachmann

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Dass man auch mit deren früheren Partnerinnen oder Partnern in Kontakt kommt.

Verliebtsein ist schön, aufregend. Wir lernen einen wunderbaren neuen Menschen kennen, ein Mädchen oder einen Jungen, eine Frau oder einen Mann. Wir suchen und finden Kontakt, schauen, reden, berühren uns.

Doch jede neue Bekanntschaft hat weitere, zunächst unbekannte Seiten. Bei sexuellen Kontakten schliesst sie auch den Kontakt mit allen früheren Partnerinnen und Partnern dieses Menschen ein. Einen indirekten Kontakt zwar. Doch ein Kontakt, in dem HIV übertragen werden könnte, falls eine dieser Personen infiziert war. In neuen sexuellen Beziehungen sollte man sich deshalb unbedingt mit Präservativ schützen.

Viele Liebesbeziehungen festigen sich soweit, dass beide Partner längere Zeit zusammenbleiben möchten. Sind vergangene Ansteckungsrisiken unklar, dann soll man sich beraten lassen, ob ein HIV-Antikörpertest vorzunehmen ist. Ein Test kann bestätigen, dass beide HIV-frei sind. Leben beide anschliessend treu, dann können sie ohne Präservativ miteinander verkehren.

Treue schützt zwar, aber ...

Nur wenige begegnen gleich beim ersten Mal der Liebe fürs Leben. Beziehungen gehen oft auch auseinander. Das ist ganz natürlich und kann viele Gründe haben. Deshalb kommt es immer wieder zu Partnerwechseln. Auch wer seiner Partnerin oder seinem Partner absolut treu war, solange die Beziehung dauerte, riskiert bei jedem Wechsel eine Ansteckung.

Gerade Jugendliche die den idealen Partner suchen, erleben dabei oft eine Reihe von intensiven Beziehungen. Es sind meistens treue Zweierbeziehungen - wobei aber die Treue immer nur so lange dauert wie die Beziehung. Diese Art der Treue ist also keine Garantie gegen Aids. Gerade für junge Paare ist es wichtig, auch nein sagen zu lernen und zu akzeptieren, wenn die Partnerin oder der Partner keinen Geschlechtsverkehr will.

Auch in treuen Dauerbeziehungen und Ehen kann eben doch einmal, meistens unvorbereitet, ein Seitensprung passieren - oft heimlich, unter dem Motto «Einmal ist keinmal». Bei flüchtigen Liebesabenteuern lernt man sich kaum näher kennen, vor allem was die Vergangenheit betrifft. Doch wahrscheinlich hatte jemand, der sexuell spontan lebt, auch schon früher mit anderen (möglicherweise vielen) Menschen sexuelle Erlebnisse. Und mit jedem ungeschützten Kontakt vergrössert sich das Ansteckungsrisiko. Deshalb: bei jedem Seitensprung, bei jedem flüchtigen Liebesabenteuer unbedingt ein Präservativ benützen. Wer darauf verzichtet, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch seine ahnungslose Partnerin oder seinen ahnungslosen Partner. Sollte die Frau später schwanger werden, ist auch das werdende Kind gefährdet.

Bei sexuellen Abenteuern ist oft Alkohol mit im Spiel. Er macht nicht nur leichtherzig, sondern auch leichtsinnig. Im Strassenverkehr sind die Folgen bekannt. Beim Geschlechtsverkehr können sie ebenso schwerwiegend sein, denn sie erhöhen das Aids-Risiko, wenn man vergisst, sich zu schützen.

Auch wer einem einzigen Menschen stets treugeblieben ist, kann plötzlich vor einer neuen Situation stehen: wenn sich der oder die andere scheiden lassen will oder stirbt. Viele suchen dann eine neue Beziehung fürs Leben. Dabei können Kontakte, auch sexuelle, wieder häufiger werden. Nach Jahren der Gewöhnung an eine ausschliessliche, feste Beziehung fühlen sich viele unsicher, auch was den Schutz betrifft. Doch grundsätzlich gilt auch hier: Geschlechtsverkehr nur mit Präservativ, ausser in einer treuen, HIV-freien Beziehung.

© Christian Bachmann

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