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Was bedeutet es, sich Drogen in die Vene zu spritzen?






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Christian Bachmann

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Aids-Risiko durch infizierte Spritzen.

Fixerinnen und Fixer, die fremde Spritzen brauchen, leben mit einem sehr hohen Aids-Risiko. Beim Spritzen von Drogen können nämlich ausser anderen Krankheitserregern (wie etwa der Erreger der infektiösen Gelbsucht) auch Aids-Erreger ins Blut gelangen, wenn die Nadeln oder Spritzen schon von anderen Personen benützt wurden. Bei der Ansteckung durch Geschlechtsverkehr (siehe Seite ...) muss das Virus immerhin noch Schleimhäute durchdringen. Nicht so beim Fixen. Hier werden die Krankheitserreger direkt in die Blutbahn eingeführt.. Deshalb können schon kleinste Reste infizierten Blutes HIV-ansteckend sein.

Gefährlich ist zum einen die Nadel, zum anderen die Spritze. Denn beim Injizieren zieht man Blut in die Spritze zurück, um zu kontrollieren, ob die Nadel gut in der Vene liegt. Drogenbenützer/innen tun dies auch, um den «Stoff» möglichst vollständig «auswaschen» zu können. Deshalb bleiben in einer Spritze immer Blutreste zurück. Diese sind infektiös, wenn eine HIV-positive Person die Spritze vorher benützt hat.

Hände weg von der Spritze!

Nicht nur Abhängige sind gefährdet. Auch wer nur einmal aus Neugier einen «Schuss» ausprobieren möchte, setzt sich grösster Ansteckungsgefahr aus. Denn Neueinsteiger haben in der Regel keine eigene Spritze. Und die Spritzen, mit denen ein Dealer neuen Konsumenten «anfixt», wurden sehr wahrscheinlich schon von anderen benützt, können somit infiziert sein. Denn der Anteil von HIV-Positiven unter Drogenkonsumierenden ist gross. Deshalb: Hände weg von der fremden Spritze!

Wenn schon, dann nur sterile Spritzen benützen!

Viele Drogenkonsumierende sind abhängig vom «Stoff», spritzen sich also regelmässig in die Vene. Sie können sich vor Aids schützen, indem sie unter allen Umständen nur sterile Spritzen und Nadeln verwenden. Diese Regel ist einfach, doch an sterilen, ungebrauchten Spritzen mangelt es häufig. Nicht in allen Kantonen und Gemeinden ist die Spritzenabgabe geregelt. Abhängige leiden unter Entzug, sobald sie längere Zeit keine Drogen gespritzt haben. Sie vergessen dann oft alle Vorsicht und greifen nach der erstbesten Spritze. Abhängige sind deshalb zusätzlich gefährdet, sich anzustecken. Wer abhängig ist und Schwierigkeiten hat, sterile Spritzen zu bekommen, wende sich unbedingt an eine Drogenberatungsstelle.

Ausser beim Spritzen können Drogenkonsumierende auch bei Sexualkontakten sich und andere anstecken. Wer süchtig ist, muss unbedingt «Stoff» bekommen, und der kostet viel Geld. Fixerinnen und Fixer müssen dieses Geld Tag für Tag unbedingt beschaffen. Eine Möglichkeit dazu ist die Prostitution. Diese findet oft ohne Schutz von Präservativen statt, weil skrupellose Freier die Notlage der Drogenprostituierten ausnützen und Sex ohne Gummi verlangen. Über diese Kontakte kann sich das Virus HIV rasch weiterverbreiten.

Selbstverständlich sollten Drogenkonsumierende auch in allen privaten sexuellen Beziehungen immer ein Präservativ benützen - zum eigenen Schutz und zum Schutz der Partnerin und des Partners. Denn jeder ungeschützte Kontakt kann das Risiko weiter erhöhen.

© Christian Bachmann

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