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Was tut ein Freier, der von Prostituierten Verkehr Ťohne Gummiť verlangt?






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Christian Bachmann

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Er geht für sich und andere ein hohes Ansteckungsrisiko ein.

Prostituierte sind aus Erwerbsgründen daran interessiert, möglichst viele Kunden für sexuelle Handlungen zu gewinnen. Je mehr Kunden, desto höher der Verdienst. Mit vielen Personen ohne Präservativ sexuell zu verkehren, bedeutet immer ein hohes Ansteckungsrisiko.

Frauen und Männer, die im Sexgewerbe tätig sind, haben schon früher darauf bestanden, ihr gesundheitliches Risiko durch Präservative so klein als möglich zu halten. Denn schon bevor Aids auftrat, gab es andere sexuell übertragbare Krankheiten.

Selbstverständlich gibt es Ausnahmen von dieser Berufsregel. Es gibt sie schon seit Jahren, weil viele männliche Kunden für ungeschützten Verkehr sehr viel höhere Preise zahlen. Im Zeitalter von Aids gehen informierte Prostituierte aber auf solche Angebote nicht mehr ein. Denn sie sind sich der Risiken bewusst und ziehen die Konsequenzen, um zu überleben. Wenn Prostituierte auf dem Präservativ bestehen, tun sie das nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Interesse ihrer Freier und von Drittpersonen. Für Freier gelten wie für alle anderen Männer die Regeln des risikoarmen Sexualverhaltens (Safer Sex) oder noch besser: Sex immer mit Präservativ.

Der Drogen- oder Beschaffungsstrich:

Anders ist die Ausgangslage für Prostituierte und Strichjungen, die aus sucht- oder anderweitig bedingter Not tätig sind. Um das dringend benötigte Geld für Drogen zu beschaffen, sehen sie sich oft gezwungen, ihre Dienste zu fast jeder Bedingung anzubieten. Viele Freier nützen diese Notlage aus und verlangen Verkehr ohne Gummi.

Jeder Freier, der von Prostituierten Verkehr ohne Gummi durchsetzt, hat es unter Umständen mit jemandem zu tun, der drogenabhängig ist. Von diesen weiblichen (oder seltener männlichen) Prostituierten ist ein grosser Teil mit HIV angesteckt. Ein solcher Freier nützt eine Notlage aus. Er geht dabei ein grosses Ansteckungsrisiko für sich selber, für die Prostituierten und für alle Menschen ein, mit denen er jetzt oder später sexuell verkehrt. Er gefährdet auch die Kinder, die er vielleicht später einmal zeugen wird.

Sextourismus:

Prostitution gibt es überall. Meistens ist es wirtschaftliche Not, die Frauen und Mädchen, Männer und Jünglinge dazu bringt, sich anzubieten: ein exotischer Reiz für immer mehr Touristen - und Touristinnen - aus dem kapitalkräftigen Westen. In einigen dieser Länder, in denen es an den nötigsten medizinischen und hygienischen Mitteln fehlt, sind erschreckend viele Menschen HIV-positiv und aidskrank. Es ist an den westlichen Besuchern, sich verantwortlich zu verhalten, und das heisst: sexuelle Kontakte ausschliesslich mit Präservativ!

Präservative gehören ins Reisegepäck!

In ferne Länder reisen, die Welt erleben und Menschen anderer Kulturen kennenlernen - wer träumt nicht von solchen Ferien? Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer können sich heute diese Träume erfüllen. Strahlende Sonne, lockere Stimmung und Menschen mit einem hierzulande ungewohnten Temperament verändern oft die distanzierte Art, mit der man sich sonst im Alltag begegnet. Junge Menschen und Singles spüren plötzlich Lust auf einen prickelnden Ferienflirt. Älteren, oft langjährig verheiratet, geht es ebenso. Aus solchen Begegnungen entwickelt sich möglicherweise ein spontanes sexuelles Erlebnis. Wer einen Ferienflirt nicht mit Sicherheit ausschliessen kann, nimmt in seinem Reisegepäck unbedingt Präservative mit.

© Christian Bachmann

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