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Was bedeutet der Befund «HIV-positiv»?






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Christian Bachmann

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Weiterleben. Aber unter anderen Bedingungen.

«Befund: HIV-positiv.» Viele wollen es zuerst nicht glauben, wehren ab, hoffen auf einen Irrtum. Doch dann beginnt für die meisten Betroffenen eine schwere Krise. Sie sind verzweifelt, traurig, hoffnungslos, fürchten sich vor Krankheit, Sterben und Tod. Was dies erst recht unerträglich macht, ist die Angst, von anderen Menschen alleingelassen, abgelehnt und diskriminiert zu werden.

Betroffene haben in dieser Situation echte Freunde am nötigsten. Sie brauchen Menschen, die verstehen und helfen, über den Schock hinwegzukommen.

Nach dem ersten Schock geht das Leben weiter. Ein HIV-positiver Mensch ist ja nicht krank. Wann Aids ausbrechen und wie die Krankheit verlaufen wird, ist keineswegs nur Schicksal. Beides kann sehr davon abhängen, wie man sein weiteres Leben gestaltet. Mitmenschen können dabei helfen. Niemand braucht mit seinem Leid allein zu bleiben. Denn der Kreis von Menschen und Organisationen, die sich mit Problemen von HIV-Infizierten befassen, wird immer grösser. Wer also betroffen ist, findet bei der Beratungsstelle der lokalen Aids-Hilfe bestimmt Unterstützung und Verständnis.

Verantwortung für sich und für andere.

Jeder HIV-positive Mensch bleibt für andere ansteckend. Mit jedem ungeschützten Geschlechtskontakt könnte er oder sie also die Infektion weitergeben. Deshalb unbedingt und sofort:
1. Den oder die Geschlechtspartner(in, -innen) informieren.
2. Nur noch durch Präservativ geschützte oder risikofreie Geschlechtskontakte pflegen.

Da zwischen Ansteckung und positivem Testergebnis eine oft unbekannte, meistens längere Zeit verstrichen ist, sind in dieser Periode möglicherweise weitere Personen angesteckt worden. Sind diese Personen bekannt, ist es ein Zeichen der Verantwortung und Fairness, Mittel und Wege zu finden, sie ebenfalls zu benachrichtigen. Eine ärztliche Vertrauensperson kann dabei behilflich sein.

Auch Medizinalpersonen im ärztlichen und zahnärztlichen Bereich sollten informiert werden. Denn für die Behandlung ist es wichtig zu wissen, ob eine HIV-Infektion vorliegt, um zusätzliche Risiken zu vermeiden. Ausserdem haben sich viele Ärztinnen und Ärzte heute mit der Aids-Problematik befasst und können wertvolle Ratschläge geben. Das Arztgeheimnis verpflichet sie ebenso wie ihr Personal zu Stillschweigen.

Es kann hilfreich sein, auch ausgewählte Vertrauenspersonen aus dem engeren Freundeskreis einzuweihen. Denn es ist wichtig, sich mit verständnisvollen Menschen aussprechen zu können. Wer wegen eines HIV-positiven Befundes seinen Arbeitsplatz oder seine Wohnung verliert, wer deswegen isoliert oder sonstwie diskriminiert wird, hat das Recht und die Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren: Adressen siehe letzte Seite.

Wichtig: Immunsystem stärken!

Aids ist eine Erkrankung des Immunsystems. Dieses komplizierte Abwehrsystem des Körpers reagiert empfindlich auf zahlreiche Einflüsse von aussen (Umwelt) und von innen (Psyche). Alles, was dazu beiträgt, das Immunsystem zu stärken, verlängert möglicherweise die symptomfreie Zeit und verbessert die Lebensqualität, auch nachdem vielleicht schon Aids-Symptome aufgetreten sind. Vorteilhaft sind: wenig Stress, gesunde, vollwertige und vielseitige Ernährung, keine Drogen, kein Tabak, massvoller Alkoholgenuss.

Schwangerschaft vermeiden!

Testpositive Männer verzichten darauf, ein Kind zu zeugen. Testpositive Frauen verhüten eine Schwangerschaft. Denn in beiden Fällen besteht ein hohes Risiko, dass nicht nur der Partner oder die Partnerin, sondern auch das Kind HIV-positiv wird.

© Christian Bachmann

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