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Worauf sind HIV-positive Menschen angewiesen?






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Christian Bachmann

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Auf unsere Solidarität. Denn Solidarität schützt uns alle.

Solidarität schützt. Sie schützt Betroffene vor Einsamkeit und Verzweiflung. Solidarität sorgt auch dafür, dass Menschen lernen, immer offener darüber zu reden, wie man sich vor Aids schützen kann. Solidarität hilft also, die weitere Ausbreitung von Aids wirksam zu verhindern. Die Zeiten, als Aids nur eine abstrakte Bedrohung war, sind auch bei uns vorbei. Die meisten HIV-Positiven haben sich vor Jahren angesteckt. Die Zahl jener, die erkranken, wird künftig noch weiter ansteigen, und bald wird jeder von uns einen HIV-positiven oder einen aidskranken Menschen persönlich kennen.

Kein Grund zur Isolierung!

Berühren, Umarmen, Küssen und andere freundschaftliche Körperkontakte sind absolut risikolos! Dasselbe gilt für enges Zusammenleben im gleichen Haushalt mit gemeinsamem Geschirr, Besteck, Handtüchern usw.

Sind schon solche engen Kontakte problemlos, dann gibt es also erst recht keinen Grund, sich im täglichen Umgang von Virusträgern oder Aidskranken abzuwenden. Es darf nicht mehr vorkommen, dass sie ihren Arbeitsplatz oder ihre Wohnung verlieren. Es gibt absolut keine Gründe, die solche Diskriminierung rechtfertigen. Oft sind dabei unnötige Ängste im Spiel. Wer hilft, Wissen über Aids zu vermitteln, baut damit falsche Ängste ab. Am besten wirkt das persönliche Beispiel, der persönliche Kontakt zu einem HIV-positiven oder aidskranken Mitmenschen.

Solche Kontakte sind für Betroffene lebenswichtig. Denn sie sind, wie alle anderen Kranken, auf unsere Hilfe angewiesen. Wer als Virusträger menschliche Wärme, Verständnis und Mitgefühl findet, wer weder am Arbeitsplatz noch beim Wohnen noch im Kollegenkreis diskriminiert wird, sieht keinen Grund, sich zurückzuziehen, in die Anonymität unterzutauchen. Denn die Anonymität gefährdet dringend nötige Verhaltensänderungen, vergrössert also das Ansteckungsrisiko, und zwar für uns alle.

Diskriminierung schadet allen!

Immer wieder werden Stimmen laut, die fordern, HIV-Positive müssten von der Gesellschaft isoliert werden. All diese Ausgrenzungsmassnahmen, sei es durch Zwangstest, Erfassung in Dateien, Stempel in Pässen, Tätowierung und dergleichen, können die Ausbreitung nicht verhindern. Im Gegenteil: Sie tragen dazu bei, dass Aids sich noch schneller ausbreitet. Denn sie sorgen für Misstrauen und blockieren so den dringend nötigen Informationsaustausch. Den übrigen geben sie ein falsches Sicherheitsgefühl, das weitere Schutzmassnahmen überflüssig erscheinen lässt.

© Christian Bachmann

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