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Die Lok bleibt cool






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Christian Bachmann

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Elektronik berechnet die exakt nötige Leistung, um die Aggregate zu kühlen.

Die Re 6/6 ist die stärkste Lok der Schweiz. Im Flachland ziehen die 88 Maschinen dieses Typs Güterzüge bis 2000 Tonnen, in den Bergen bis 800 Tonnen. Für die Kühlung der Antriebs- und Bremsaggregate sorgen drei Ventilatoren, die zusammen 109 kW Leistung aufnehmen können. Auf Rangierfahrt und beim Stehen im Bahnhof arbeiten sie nur reduziert; auf der Strecke aber sind sie zur Sicherheit stets auf volle Leistung geschaltet. Sie verschleissen schnell, erzeugen Lärm im Führerstand und verbrauchen mehr Strom als nötig. Nun haben Fachleute der SBB-Hauptwerkstätte Bellinzona und der ETH Zürich gemeinsam eine elektronische Steuerung entwickelt. Sie berechnet aus den Messwerten an verschiedenen Punkten der Lokomotive die Temperaturen in den Motoren, in den Bremsdrosselspulen und im Ölkühler, wovon die Leistung für das Kühlen abhängt. Je nachdem schaltet sie die Ventilatoren auf stark oder schwach. Wärmesonden sind nicht erforderlich. Diese Schaltung, in alle SBB-Loks eingebaut, könnte jährlich Strom im Wert von über 4 Millionen Franken sparen.

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